Geographie
Trotz seiner geringen Größe von ca. 145 000 qkm (entspricht in etwa der gemeinsamen Landmasse Österreichs und der
Schweiz) umfasst Nepal höchst unterschiedliche geographische Zonen. Im Süden, entlang der indischen Grenze, erstreckt
sich das sogenannte Terai ("feuchtes Land"), ein Ausläufer der nordindischen Tiefebene mit üppiger Vegetation und
tropischem bis subtropischem Klima. Seit in den 60er Jahren weite Flächen des Urwaldes gerodet und zu Ackerland gemacht
worden sind, versorgt das Terai weite Teile Nepals mit Nahrungsmitteln und erzeugt sogar Exportüberschuss.
Nördlich des Terai schließt sich der Bereich der Vorgebirge des Himalaya an. Die Höhenzüge mit Gipfeln von bis zu 3000 m
Höhe umschließen u.a. das Kathmandu-Tal, das dank ausreichender Niederschläge und gemäßigtem Klima zum
Hauptsiedlungsgebiet der nepalesischen Bevölkerung wurde. Aus dem Bergland erhebt sich schließlich entlang der Grenze zu
Tibet das Himalayamassiv, dessen Gipfel von ewigem Schnee bedeckt sind ("Himalaya" entstammt dem Sanskrit und bedeutet
"Ort des Schnees"). Hier befindet sich auch der Sagarmatha, hier besser unter "Mount Everest" bekannt. Diese Region des
Landes ist verständlicherweise sehr dünn besiedelt, die Siedlungsgrenze an den Südhängen liegt bei ca. 2500 m.