Warum Bildung
Bildung fördern, Kultur bewahren!
Entwicklungshilfe in Form von Alphabetisierung ist nicht nur von langfristiger Effizienz, sie gewährleistet auch die
Bewahrung der kulturellen Eigenheiten eines Landes. Dadurch, dass die Weiterentwicklung von der einheimischen Bevölkerung
selbst ausgeht und dem Land keine wesentlichen Veränderungen von Entwicklungshilfe leistenden Staaten aufoktroyiert
werden, wird einer plötzlichen Werteverschiebung durch Verbreitung westlicher Vorstellungen vorgebeugt. Eine Veränderung
von Denkweisen und Lebensarten, die ein Entwicklungsprozess an mancher Stelle vielleicht mit sich bringt, wird auch nur
dann von den Menschen toleriert und akzeptiert, wenn sich die Veränderung sozusagen "von innen heraus", aus eigener
Überzeugung und Schritt für Schritt vollzieht. Und nur dann bleibt die faszinierende Kultur, deren Nepal so reich ist,
in ihrer Grundform erhalten.
Bildung fördern, Zukunft schaffen!
Nepal hat, wie alle Entwicklungsländer, mit vielerlei Problemen zu kämpfen, die zu lösen es alleine nicht imstande ist.
Deshalb ist Nepal unbedingt auf Entwicklungshilfe angewiesen. Doch wie muss diese Entwicklungshilfe funktionieren? Sie
soll "Hilfe zur Entwicklung" sein, d.h. sie soll eine kurzfristige Starthilfe sein, die dem Land die Möglichkeit gibt,
seine Probleme selbst zu lösen und die Lebensbedingungen dauerhaft zu verbessern. Es stellt sich nun die Frage, wo genau
Entwicklungshilfe ansetzen muss, um dieser Forderung gerecht zu werden. Betrachtet man alle Probleme, die zur Armut des
Landes beitragen, so stellt man fest, dass diese jeweils Resultat und gleichzeitig Ursache eines anderen Missstandes
sind. Auf diese Weise lassen sich auf mehreren Ebenen sog. Teufelskreise der Verarmung herleiten, die alle einen
gemeinsamen Faktor beinhalten: die mangelhafte Bildung der Bevölkerung. Kann dieses zentrale Problem behoben werden,
so werden gleichzeitig fünf große Teufelskreise unterbrochen, wodurch den Menschen der Weg aus der Armut ermöglicht wird.
Die Zukunft Nepals liegt in der Hand derer, die es in den nächsten Jahren verwalten, bewirtschaften und schlicht und
einfach bewohnen werden. Das sind die Kinder, denen eine allgemeine Bildung vermittelt werden muss, damit sie die
Probleme ihrer Heimat erkennen und sie lösen können. Nur so kann der Bevölkerung dauerhaft geholfen werden.